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Drei Abende zum Thema:
„Dreierlei Ermunterungen zu einem unzeitgemäßen Leben”
Drei Abende in der Philosophischen Praxis Dr. Thilo Hashemi in Düsseldorf Grafenberg
und
zeitversetzt drei Abende in der Philosophischen Praxis Isabella Braun in Tann an der Rhön.
Die Düsseldorfer Termine:
4. April, 25. April, 11. Juli - jeweils freitags
Die Termine in Tann (Rhön):
5. April, 3. Mai, 12. Juli - jeweils samstags.
Und hier zur Erläuterung des Vorhabens:
Drei Abende zu einer Reihe bisher unbedachter Tugenden
Um sogleich zu gestehen und so um Nachsicht zu bitten: Selbstverständlich ist der Titel zu den drei nächsten Freitag-Vorträgen zur guten Hälfte ausgeliehen. Denn es war der Franzose André Comte-Sponville, der mit seinem „kleinen Brevier der Tugenden und Werte” unter dem Titel „Ermutigung zum unzeitgemäßen Leben” einen vielbeachteten Coup auf dem Büchermarkt landete - erstaunlich genug, zumal das Buch philosophisch durchaus anspruchsvoll ist. Gewöhnlich verkauft sich sowas nicht gut ...
Nun, eigentlich tue ich mich schwer mit solchen Übernahmen, doch im besonderen Fall habe ich lange meinen Kopf durchkramt, um einen passenderen Titel zu finden - ohne Ergebnis. Also werde ich mit diesem Eingeständnis leben müssen und mich bemühen, das Beste daraus zu machen.
Doch bevor ich jetzt mein Vorhaben für drei Freitag-Vorträge (in Düsseldorf) und drei Samstagabend-Veranstaltungen in Tann (Rhön) erläutere, möchte ich ausdrücklich das kluge, gut geschriebene Buch von Comte-Sponville empfehlen. Wer es gelesen hat, wird dann auch bemerken: Ich borge mir nicht mehr von ihm aus als allenfalls den halben Titel.
Es wird also an drei Abenden um das gehen, was einst „Tugenden” genannt wurde, vielleicht übersetzbar: menschliche Vorzüglichkeiten. Ich könnte auch sagen: Es sind Tugenden, die einen Menschen interessant machen, erworbene, nicht einfach zugefallene Fähigkeiten. Einmal anders: Ein so in Form und Fassung gebrachtes Leben verdient besondere Aufmerksamkeit und Beachtung, kurz: Anerkennung. Denn Lumpen und Schlitzohren laufen genug herum, oder glatt polierte, gefällige Typen, die sich geschmeidig in Positur bringen und als Systemgewinner Dividenden einstreichen.
Doch dann gibt es da die seltenen, höchst beachtlichen Ausnahmen, die Ausreißer aus dem Mainstream der Cleveren, Gerissenen und Angepaßten.
Um eine Vorstellung davon zu vermitteln, zitiere ich einmal aus einer Rede, die der Pädagoge Hartmut von Hentig einst zur Feier des 90. Geburtstags des Physikers und Philosophen Carl-Friedrich von Weizsäcker hielt. Von ihm, sagte Hentig in dieser Laudatio, habe er erfahren,
„... was einer ist und bewirkt, wenn er bewußt denkt, behutsam urteilt, klug fragt, sich klar ausdrückt; wenn er die Sache versteht, die er weiß; wenn er, aufmerksam zuhörend, erkennt, was der andere hat sagen wollen oder hätte sagen sollen, um seinem Part gerecht zu werden; wenn er, im Garten des Menschlichen bewandert, den anderen nie beschämt; wenn er Schuld kennt und an ihr leidet; wenn er bis ins hohe Alter hinein spielt, lacht, trinkt, das Schöne liebt; wenn er sich und seine großen Gedanken kleinen Geschichten anvertraut; wenn er umgekehrt immer wieder den Zusammenhang unter den getrennt bekannten, getrennt gewußten, getrennt erlebten Lebensbereichen sucht; wenn er sich der Wirklichkeit stellt - den komplizierten Sachlagen, der Trägheit und Verwirrung, der Angst und der Hybris der Menschen in unserer Welt.”
Ist jetzt ungefähr deutlich, was ich meine, wenn ich von Tugenden spreche, die - leider, leider - für „unzeitgemäß” gelten, und doch in Wahrheit veralterungsresistent sind?
Vor allem aber habe ich vor, zwei Tugenden vorzustellen - wenn nicht „einzuführen” -, die in den hergebrachten Tugend-Katalogen jedenfalls nicht vorkommen, auf die womöglich sogar noch niemand bisher gekommen ist.
Und dann, am dritten Abend, soll eine der bekanntesten, nachgerade „altehrwürdigen” Tugenden sozusagen nachgeschärft, zugespitzt, sagen wir ruhig: bis zu entschiedener „Unzeitgemäßheit” radikalisiert werden: die Gelassenheit. Ihr neuer Name, mit dem ich sie adeln möchte: Güte.
Alles Nähere dazu in den Erläuterungen zu den einzelnen Abenden.
Die Programme zum Ausdrucken als pdf-Dateien finden Sie
- für die Düsseldorfer Veranstaltungsreihe hier ![]()
- für die Veranstaltungsreihe in Tann (Rhön) hier
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Die Freitag-Vorträge
übertragen per Zoom
Alles Nähere dazu hier.
Das neue Buch ist erschienen: „Philosophie der Philosophischen Praxis”
Das Buch: „Zur Einführung der Philosophischen Praxis”
Meine Dissertation über Hegel
1981 in Gießen bei Odo Marquard zum Thema „›Selbstverwirklichung‹ oder ›Die Lust und die Notwendigkeit‹. Amplifikation eines Hegelschen Kapitels aus der ›Phänomenologie des Geistes‹” abgelegt, ist ab jetzt hier im pdf-Format
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