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Bilder vom Innern des Hauses - so, wie es sich bisher präsentiert - sind auf der Internetseite der vormaligen Mieterin der Villa zu finden, u.z. hier
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Zum Vorhaben:
Die Grundlagen der Philosophischen Praxis
11. bis 18. Aug. 2024 in der Villa Hartungen im Ultental/Südtirol
Dieses der Anlage nach anspruchsvollste Seminar wurde speziell für die konzipiert, die ein spezifisches Interesse an der Philosophischen Praxis haben ‒ in erster Linie also zumal für jene, die ernsthaft erwägen, sich um einen Platz in der (im kommenden Frühjahr beginnenden) „Meisterklasse Philosophische Praxis” zu bewerben [siehe hier] ‒ einem beispiellosen Vorhaben, das in dem dann von uns bezogenen und ausgestatteten neuen „Haus der Philosophie” stattfinden wird, in der „Villa Hartungen” im Südtiroler Ultental, vom März 2025 an Heimat und Sitz der Philosophischen Praxis.
Zur Information, was die Teilnehmer im Rahmen dieses „Grundlagen”-Seminars erwartet, zitieren wir hier auszugsweise aus einem Brief, den Laura V. Adrian verfaßt hat.
Aber ‒ das hat im Ultental Tradition ‒ wir werden es uns außerdem und beiher auch gut gehen lassen ...
Anreisen können die Interessenten im Laufe des Wochenendes, gern also auch schon am Samstag, spätestens allerdings bis zum Sonntagabend. Um 18 Uhr gibt es in der Villa ein Begrüßungs-Abendessen: bei gutem Wetter an einer langen Tafel draußen auf der Terrasse mit Blick in die Ortler-Gruppe.
Nach dem Abendessen dann wird es mit Rücksicht auf die weite Anreise nur einen kurzen Seminarauftakt geben. Danach machen wir es uns entweder noch draußen, oder aber in der Zirbenstube gemeinsam gemütlich.
Die eigentliche Arbeit beginnt nach dem (mit allen, die daran teilnehmen, gemeinsam zubereiteten) Frühstück am Montagmorgen um 10 Uhr und wie immer werden wir mit Pausen bis 13 Uhr arbeiten. Und dann gönnen wir uns erstmal einen kleinen Ausflug zu einer der umliegenden Jausenstationen, um dort die köstliche Südtiroler Küche und meist herrlichen Ausblicke zu genießen ‒ ob bei Sonja nahe den Urlärchen (drei der ältesten Bäume Europas), ob hoch oben in Sankt Moritz mit weitem Blick auf das Tal und einer kleinen anschließenden Wanderung durch die Ultner Wiesen und Höfe, ob in der idyllischen Steinrast oder im Ort Sankt Nicolaus selbst. Jedenfalls werden wir ausreichend Gelegenheit dazu haben, das Tal mit Auge und Mund zu genießen.
Aber dann geht es auch wieder an die Arbeit, denn die Philosophische Praxis gibt es nicht geschenkt, sofern diese Metapher statthaft ist. Am Nachmittag also wird es wieder ernst, und es wird gearbeitet.
Abendessen gibt es zur üblichen Zeit und wenn auch nicht an allen (Gerd ist immerhin 77 geworden ... ), so wird es doch an mindestens zwei Abenden auch „Programm” geben, sei es ein Film, eine Lesung oder eine Übung, das wird sich ergeben.
Und so wird es gehen die Woche über ‒ mit einer Ausnahme: Je nach Wetterlage werden wir uns einen arbeitsfreien Tag gönnen, dann kann der Kopf faulenzen, während zur Abwechslung die Beine die Arbeit übernehmen. Wie immer im Ultental ist also ein Tagesausflug fest eingeplant, Gelegenheit zur hoch willkommenen Entspannung. Da steht dann eine Wanderung und Bergtour an, die wir so planen, daß jeder nach seinem Vermögen auf seine Kosten kommt.
Am Samstag, dem Abend vor der Abreise, gibt es wiederum eine traditionsreiche Abweichung von der sonstigen Seminarroutine, denn da werden wir gemeinsam mit den Besitzern der Villa, mit Dora und Luis Lösch und ihrer Familie grillen. Die Südtiroler können nicht nur Speck und Käse, sie können auch Würste!
Am Sonntag ist Abreisetag, doch wer möchte, kann auch gerne noch ein paar Tage „dranhängen” in der Villa. Ggf. ist dies die Gelegenheit zu einigen Stunden in der „Lehrpraxis”, die mit Gerd eigens zu verabreden ist.
Die An- und Abreise in dieses wundervoll entlegene Tal ist übrigens auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln vergleichsweise unkompliziert: Von Bozen aus wird der Zug nach Meran/Untermais genommen, wo stündlich ein Bus (Linie 245) abfährt, der hinauf ins Tal bringt. Ausstieg: Haltestelle „Posthof”, direkt unterhalb der Villa gelegen. Dort werden die Angekommenen von uns abgeholt, ein kleines Stück Weg, eine einzige Kehre, und nach einigen hundert Metern stehen Sie vor der Villa.
Wer mit dem Auto anreist und gern abenteuerlich schöne Pässe fährt, der wende sich vertrauensvoll an Gerd ...
Die Konditionen für die Unterkunft in der Villa sind denkbar günstig: Wir konnten wieder vereinbaren, daß jeder Erwachsene pro Tag und Nacht 25 € zahlt. Das Haus hat elf Schlafzimmer (vielleicht ist bis August ein 12. fertig), jedes hat ein eigenes Waschbecken und Zugang zum umlaufenden Balkon. Es gibt außerdem auf jeder Etage ein großes Badezimmer, in dem sich jeweils mehrere Duschkabinen befinden ‒ und übrigens auch eine Waschmaschine!
Zu den Kosten noch: Die Einkäufe für die Woche rechne ich am Ende zusammen und lege sie anteilig auf alle Teilnehmer um.
Wer es jedoch entweder etwas abgeschiedener oder auch komfortabler oder sogar beides bevorzugt, der mag sich entweder direkt unterhalb der Villa im Sporthof
Der Seminarbeitrag beträgt 450 €. (Ermäßigungen können erfragt werden.)
Als Arbeitsgrundlage empfehlen wir das jetzt bei den Verlagen Nomos und Alber herausgekommene Buch von Gerd „Philosophie der Philosophischen Praxis” sowie die umfangreichere Textsammlung „Zur Einführung der Philosophischen Praxis”, erschienen bei Dinter in Köln.
Weitere Texte unter Texte online.
Zur ersten Orientierung mag ein Blick auf diese Seite helfen.
Wer an einer Teilnahme interessiert ist, mag sich formlos per eMail melden oder anrufen.
Die Villa, wie sie sich im vergangenen März präsentierte. Blick vom oberen Balkon hinüber auf die gegenüberliegende Talseite (im vergangenen März)
Zur „Villa Hartungen”:
Hier noch einige Worte zu dieser ganz und gar außerordentlichen „Villa Hartungen”, dem gut 1.300 Meter über Meereshöhe gelegenen Anwesen im Schluß des landschaftlich überaus reizvollen Alpentals ‒ vor allem zu seiner historischen Bedeutung:
Anfang des vergangenen Jahrhunderts hat der renommierte Arzt Christoph von Hartungen
(1849-1917) den Sommersitz „Hartungshausen” für sich und seine zahlreichen Freunde erbaut, darunter Thomas und Heinrich Mann, Franz Kafka, Sigmund Freud, Christian Morgenstern, Pfarrer Kneipp, Friedrich Nietzsche, Rainer Maria Rilke. Er selbst war keineswegs nur Arzt, sondern in der Tradition seines Großvaters Christoph Hartung
(1779-1853) ‒ der einst durch die fachmedizinisch erwartungswidrige Heilung des k.u.k. Feldmarschalls Graf Radetzky mit homöopathischen Mitteln sich großen Ruhm erwarb (Hartung war Hahnemann-Schüler) ‒, auf seine Weise zugleich Philosoph. In dem umfangreichen Wikipedia-Artikel über ihn heißt es dazu u. a.:
Christoph von Hartungen hatte sich bereits früh an Schopenhauer, Kant, Spinoza, Feuerbach und Hegel gebildet, lebte mit Sokrates, Horaz, Plutarch und Goethe. Er wurde als glänzender charismatischer Gesellschafter aus Neigung, als unabhängiger, toleranter und gütiger Geist, gar als „Zarathustra-Gestalt“ beschrieben.[Willi Jasper, Zauberberg Riva] Heinrich Mann, der lebenslange Seelenfreund, schrieb 1902: „Er ist ein wirklicher Arzt, also von einer sehr seltenen Gattung. Eine Persönlichkeit, die auf andere übergreift, nach allen Seiten austeilend, aufrichtend, fördernd und selber beglückt durch das Gefühl ihrer Wirkungen. Er wird sie auf wienerische Art mit betäubender Liebenswürdigkeit geistig vergewaltigen, daß kein Besinnen auf die Krankheit mehr freisteht.“[5] [8] Fast 50 Jahre später führte er weiter aus: „Ein Fünfziger mit gestutztem weißen Bart, einmal verbauert, einmal ein eleganter Wiener Doktor, Frauenjäger wie die Genies seiner Art. Er kann schrecklich herabgestimmt werden, aus dem Tiefsten ist er heiter. Er war der Mann, der atmen lehrte, in seiner Gewißheit über die Erregungen der körperlichen Mitte.“[5] Auch Thomas Mann blickte am Lebensabend zurück auf diesen Arzt und schrieb dem Sohn: „Von Ihrem unvergesslichen Vater ist zwischen uns in all den Jahrzehnten so manches Mal noch die Rede gewesen, wenn wir uns unserer gemeinsamen Aufenthalte in Riva und auch der Begegnungen mit Ihnen im Gespräch erinnerten…“[5] [8]
5] Klaus Dieter Seckelmann: Das Sanatorium Hartungen in Riva. In: Südtirol in Wort und Bild. Nr. 4, November 1970.
8] Manfred Dierks: Der Wahn und die Träume. Eine fast wahre Erzählung aus dem Leben Thomas Manns. Artemis & Winkler, Düsseldorf – Zürich 1997, ISBN 3-538-07048-2, S. 214.
Von dem Haus, das wir nun im kommenden Oktober beziehen werden, heißt es in dem Artikel weiter:
Von 1904 bis 1906 ließ er in St. Nikolaus im hinteren Talabschnitt seinen mit modernstem Komfort ausgestatteten Sommersitz Hartungshausen – ganz aus Zirbelholz – erbauen. Auch an seinen Ultner Wirkungsstätten nahm er berühmte Freunde und Patienten in Empfang, etwa Thomas Mann, der hier die Buddenbrooks vollendete („es lebt sich gut und erholsam hier…“).
Da ist dem Artikelschreiber allerdings ein Fehler unterlaufen: Tatsächlich ist es selbstverständlich nicht der frühe, bereits 1901 fertiggestellte Roman über die Lübecker Familie gewesen, den Thomas Mann hier „vollendete”, sondern es waren die Korrekturbögen zum „Zauberberg”, die ein letztes Mal gegengelesen wurden im Ultental, wobei zahlreiche Landschafts-Schilderungen in diesem Roman, wie Jasper ausführlich belegt, auf frühere Aufenthalte Manns im Ultental zurückgehen.
Kurzum: Es dürfte deutlich sein, welche Freude und Ehre es für uns ist, an diese hochbedeutsame Tradition, die früh schon das Ärztliche mit dem Philosophischen verband, anknüpfen zu können und die weiteren Aktivitäten ‒ sei es der gemeinsamen Philosophischen Praxis mit Laura, sei es der Gesellschaft für Philosophische Praxis GPP ‒ nunmehr an diesem idyllischen Ort fortzusetzen.
Schon jetzt dürfen wir sagen: Eines der vier Stockwerke wird mit fünf geräumigen Zimmern jederzeit (nach Vereinbarung) für Gäste des Hauses frei stehen ‒ ob jemand nun einfach einige Tage in der Höhe ausspannen und in den umliegenden Bergen und Wäldern wandern möchte, ob er an einem der Seminare teilnimmt oder ob er Gespräche sucht, die Laura und ich als „Sprechstunden” anbieten.
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Das neue Buch ist erschienen: „Philosophie der Philosophischen Praxis”
Das Buch: „Zur Einführung der Philosophischen Praxis”
Meine Dissertation über Hegel
1981 in Gießen bei Odo Marquard zum Thema „›Selbstverwirklichung‹ oder ›Die Lust und die Notwendigkeit‹. Amplifikation eines Hegelschen Kapitels aus der ›Phänomenologie des Geistes‹” abgelegt, ist ab jetzt hier im pdf-Format
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Unsere Anschrift
„Haus der philosophischen Praxis”
Villa Hartungen 64
I-39016 St. Nikolaus/Ulten
0049 170 3019945 und
0039 377 3014402
post@gerd-achenbach.de und kontakt@laura-achenbach.eu.





