Denis Diderot, am 5. Oktober 1713 in Langres (Champagne-Ardenne) zur Welt gebracht, einer der vorzüglichsten Aufklärer, Mitherausgeber der bahnbrechenden „Encyclopédie”, verdient, daß man sich an ihn erinnert. Ich werde zu diesem Zweck in seinen „Philosophischen Gedanken” lesen, die er mit dem Satz eröffnet:
„Ich schreibe über Gott; ich rechne dabei auf wenige Leser
und erwarte nur von einigen Zustimmung.”
Die „Philosophischen Gedanken” wähle ich deshalb aus, weil kürzlich ein (angeblich) mutiger Ausschreier mit seinem feuilletonwirksam betitelten Buch „Böse Philosophen” Diderot und die Seinen gegen den „guten”, in Wahrheit, wie Blom meint, aber schrecklichen Rousseau ausspielte und dann Diderot seines (angeblichen) Aufklärer-Atheismus wegen hoch lobte. Sollte Diderot etwa nur noch als Gottesleugner zu rechtfertigen sein?
Hier noch eine kleine, wie ich meine verblüffende Beobachtung: Die deutsche Seite bei Wikipedia zu Diderot
[1] ist weiteraus umfangreicher und gründlicher als die entsprechende französische Seite
[2]. Was mag das bedeuten?
Hat Goethe etwa bereits verstanden, worum es da geht? In „Dichtung und Wahrheit” sagt er:
„Diderot war nahe genug mit uns verwandt, wie er denn in alledem,
weshalb ihn die Franzosen tadeln, ein wahrer Deutscher ist.”
(Dichtung und Wahrheit III,11)
Alles "Technische" zum Abend siehe hier [3].
[2] http://fr.wikipedia.org/wiki/Denis_Diderot
[3] https://www.achenbach-pp.de/de/semfreitag.asp
