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Was ist "normal"?

14.06.2013, 20:00 Uhr
Seminarraum der GPP, Albert-Dimmers-Str. 49
Albert-Dimmers-Str. 49
51469
Wider die Psychiatrisierung außerordentlicher Lebensformen
Allen Frances - von der New York Times „der einflussreichste Psychiater Amerikas” genannt - hat mit seinem kürzlich erschienenen Buch „Normal. Gegen die Inflation psychiatrischer Diagnosen” gegen die grassierende Neigung protestiert, abweichendes Verhalten für krank zu erklären. Wie die Flut der Diskussionen und Artikel, die er damit ausgelöst hat, zeigt, dürfte er einen neuralgischen Punkt getroffen haben.
Wenn aus Übellaunigkeit eine „disruptive Launenfehlregulationsstörung” (DMDD), aus Völlerei die psychische Krankheit „Binge Eating-Störung”, aus charakterlicher Schüchternheit die „soziale Phobie” oder aus der Neigung zum Jähzorn die „Affektregulationsstörung”, aus einer instabilen Stimmungsbefindlichkeit aber eine ärztlich attestierte „bipolare Störung” wird, dann sind eben andere, sind Professionelle, sind „Zuständige” für die Betreffenden im Einsatz, und die verordnen (zur Freude der Pharma-Industrie) Medikamente, die der „krankheitseinsichtige” Patient brav zu schlucken hat.
Auf diesem Wege hat es die höchst einträgliche Gesundheitsbewirtschaftung dahin gebracht, daß neuesten Studien nach bereits „mehr als achtzig Prozent der jungen Erwachsenen die Kriterien für eine psychische Störung erfüllen” - so in den USA, und wir sind tüchtig dabei, aufzuschließen ...
Mit andern Worten, die der SPIEGEL für seine Titelgeschichte zur „Psycho-Falle” fand: „Wahnsinn wird normal”.
Allen Frances hingegen, der lange Zeit selbst ins System verstrickte Fachmann (d. h. er kennt sich aus), sieht keine Inflation der Erkrankungen, sondern eine Inflation der Diagnosen oder „Krankheits-Erfingungen” - mit andern Worten: die wundersame Vermehrung gewichtiger Fachbegriffe. Feines Beispiel: die „posttraumatische Verbitterungsstörung”.

Die Philosophische Praxis ist beauftragt, auf ihre Weise gegen den Irrsinn der leichtfertigen Pathologisierung außerordentlichen Verhaltens oder abweichenden Erlebens Einspruch zu erheben - und an Auffassungen des Menschen zu erinnern, die seine Würde wahren.

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