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Prof. Dr. Armin Falk, Univ. Bonn, zu Gast:

11.01.2013, 20:00 Uhr
Seminarraum der GPP, Albert-Dimmers-Str. 49
Albert-Dimmers-Str. 49
51469 Bergisch Gladbach
Moral und Märkte. Experimentelle Evidenz
Häufig beklagen Menschen Kinderarbeit, schlechte Arbeitsbedingungen in Entwicklungsländern, Umweltzerstörung oder die Haltungsbedingungen von Tieren, um dann doch bei nächster Gelegenheit die billigsten Textil-, Nahrungs- und Elektronikartikel zu kaufen. Durch ihr Verhalten verantworten sie so zumindest indirekt Ergebnisse, die sie doch eigentlich ablehnen. Führen Märkte also dazu, dass moralisches Verhalten unter die Räder kommt?
Die Möglichkeit, dass Märkte moralische Werte unterminieren wird in den Sozial- und Geisteswissenschaften seit langem diskutiert. Empirisch belastbare und vor allem kausale Evidenz zu Gunsten dieser Hypothese liegt allerdings bislang kaum vor. Das ist, wie ich ausführen werde, nicht verwunderlich.
In meinem Vortrag werde ich neue Ergebnisse aus Experimenten vorstellen und diskutieren, die nahe legen, dass unser moralisches Verhalten von den Institutionen abhängt, in denen wir uns bewegen.
Als unmoralisches Verhalten verstehe ich ein Verhalten, das anderen grundlos Schmerz oder Schaden zufügt. Zu diesem Zweck geht es bei den Entscheidungen der Probanden um die Entscheidung zwischen Leben und Tod eines Tieres. Entscheiden sich die Probanden für den Tod des Tieres, erhalten Sie Geld ausbezahlt. Wir untersuchen, ob die Bereitschaft, ein Tier zu töten auf Märkten grösser ist als in einer individuellen Kontrollbedingung.
Neben dem konkreten Experiment möchte ich über experimentelle Wirtschaftsforschung berichten und ihre Möglichkeiten, auch für philosophische Fragen einen produktiven Beitrag zu leisten.

Zur Person:

In seiner Forschung geht es Falk um eine psychologische Fundierung des ökonomischen Verhaltensmodells. Während das traditionelle ökonomische Modell (Homo Oeconomicus) perfekte Rationalität und Eigennutz postuliert, zeigen seine Arbeiten, dass das menschliche Verhalten in der Regel nur beschränkt rational ist und dass neben der Eigennutzorientierung weitere Motive menschliches Verhalten von zentraler Bedeutung für unser Verhalten sind. Hierzu zählen vor allem soziale Präferenzen wie Fairness, Vertrauen und Reziprozität. Die Erweiterung und bessere Fundierung des ökonomischen Modells ist relevant sowohl aus der Perspektive der Grundlagenforschung als auch aus einer wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Sicht.

Armin Falk ist Professor für Volkswirtschaftslehre und Direktor des Labors für Experimentelle Wirtschaftsforschung und des Centers for Economics and Neuroscience in Bonn. Zudem ist er externes wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck Gesellschaft, Programm-Direktor am Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA), Fellow des Centre for Economic Policy (CEPR), Fellow des Center for Economic Studies (CESifo), Forschungsprofessor am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Wissenschaftliche Auszeichnungen (u. a.): Gossen Preis des Vereins für Socialpolitik, Gottfried-Wilhelm Leibniz Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Yrjö Jahnsson Award der European Economic Association. Mitgliedschaft in d. Nordrhein-Westfälischen Akademie d. Wissenschaften u. Künste, der Leopoldina und der Europäischen Akademie der Wissenschaften.

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