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C. S. Lewis: "Die Abschaffung des Menschen"

02.12.2011, 20:00 Uhr
Seminarraum der GPP in Bergisch Gladbach
Hermann-Löns-Straße 56b
51469 Bergisch Gladbach
Gast-Referent: Matthias Harbort (Referatsleiter beim Beauftragten für Kultur und Medien, beim Kulturstaatsminister)
Zur Erläuterung seines Vorhabens hat uns Mattias Harbort den folgenden Text zugeschickt:

Der 1889 in Belfast geborene C.S. Lewis war ein Unzeitgemäßer, der sich kaum in die gängigen philosophischen Ordnungsschemata einsortieren lässt. Obwohl der 1963 Verstor-bene als Professor für englische Literatur in Oxford und Cambridge nicht eigentlich professioneller Philosoph war, schuf er ein ebenso umfangreiches wie vielseitiges Werk, das man in dem Sinn philosophisch nennen muss, als es in allen Fasern auf jene Fragen des menschlichen Daseins konzentriert war, „auf die es ankommt.“
„Die Abschaffung des Menschen“, nach Meinung eines Kritikers „das Ernsteste wohl, was Lewis je verfasst hat“, ist eine Reihe von drei Vorlesungen, die er 1944 an der Universität Durham gehalten hat. Sie legt für seinen durchdringenden philosophischen Geist und seine prophetische Gabe ein beeindruckendes Zeugnis ab. Eine vermeintlich belanglose Passage eines Lehrbuchs der englischen Sprache für höhere Schulklassen nimmt Lewis zum Anlass, die geistige Verfassung unserer Zeit, ihre Verwirrungen und künftigen Gefährdungen zu demonstrieren:
Im Anblick eines majestätisch anmutenden Wasserfalls sagt ein junger Mann ergriffen: „Das ist erhaben.“ Doch die Verfasser des besagten Lehrbuchs beeilen sich sogleich, den jugendlichen Sprecher zu korrigieren: „Wir scheinen sehr Wichtiges über etwas Bestimmtes auszusagen, (aber) im Grunde äußern wir nur etwas über unsere eigenen Gefühle.“
In einem dramatischen Spannungsbogen legt C. S. Lewis nun Schritt für Schritt die philosophischen Voraussetzungen der von den Lehrbuchautoren geäußerten Sichtweise frei und zeigt schonungslos deren erschreckende Folgen auf. Sie fußt für Lewis in letzter Konsequenz auf jener Haltung, die jede objektive Einsicht leugnet, jede Sittlichkeit ihrer Geltung beraubt und damit Mensch und Welt der vollständigen Verfügbarkeit durch den Menschen ausliefert.
In seinem Vorwort zur deutschen Ausgabe der „Abschaffung des Menschen“ (noch erhältlich in 6. Auflage, Freiburg 2007) charakterisiert der Theologe Hans Urs von Balthasar Lewis’ Gedankengang so: „Selten dürfte auf vierzig Seiten ein solches Crescendo gelungen sein; zu Beginn meint man eine Fliege summen zu hören, bald darauf einen starken Motor, zuletzt muss man sich, als wäre man in der Schlacht von Stalingrad, die Ohren zuhalten.“
Hören wir zur Vorbereitung auf den Abend, der die „Abschaffung des Menschen“ vorstellen und zur Diskussion stellen soll, eine kleine Kostprobe aus Lewis’ Text:

„Der (gegenwärtige geistige und politische) Prozess, der, falls man ihm nicht Einhalt gebietet, den Menschen zerstören wird, spielt sich unter Kommunisten und Demokraten ebenso augenfällig ab wie unter Faschisten. Die Methoden mögen sich zunächst in der Brutalität unterscheiden. Aber manch ein sanftmütiger Naturgelehrter mit Zwicker, manch ein erfolgreicher Dramatiker, manch ein Amateurphilosoph in unserer Mitte verfolgt auf Länge genau dasselbe Ziel wie die herrschenden Nazis in Deutschland. Das traditionelle Wertsystem soll ‚abgetakelt’ und die Menschheit in eine neue Form umgeprägt werden, nach dem Willen einiger glücklicher Leute der einen glücklichen Generation, die gelernt hat, wie man es macht.“

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