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Absolvententreffen Jan. 2013 [Philosophische Praxis Gerd B. Achenbach] || nach oben springen || Startseite Achenbach-PP.de

Für das bevorstehende Wochenende nehme ich eine Anregung auf, die Marion gegeben hat. Was ist die Stellung der Religion (beziehungsweise Nicht-Religion) in der philosophischen Beratung?

Ich halte dieses Thema, so unspezifisch es zunächst anmuten mag, für äußerst interessant wenn nicht wichtig, sobald wir aufmerksam darauf werden, daß dort, wo keine Religion das Denken und Empfinden der Menschen mehr kolonisiert, ja noch lange kein Vakuum zurückbleibt, sondern andere Gestalten des Geistes einziehen. Und davon kann ich Beispiele an diesem Wochenende geben, die den Philosophen zunächst einmal ratlos machen ... Da werden wir dann vom (gar nicht so seltenen) Fall einer privat gestrickten Religion/Weltanschauung hören, der es an dogmatischer Entschlossenheit mit jedem orthodoxen Bekenntnis aufnehmen kann, was dann, in der Folge, das Leben rein praktisch (etwa im Umgang mit Familie und Freunden) skandalös verengt und beraubt. Dies nur als Beispiel.

Ich denke, wenn wir so an das Thema herangehen, wenn wir uns also ansehen, was an die Stelle der Religion tritt dort, wo sie zurücktrat, kommen wir einem Problem näher, das sehen muß, wer Menschen helfen will, die an innerer, unbegriffener Verödung leiden. Wer entsprechende Erfahrungen aus seiner Praxis beisteuern kann, möge dies tun!

Es wird an diesem Wochenende übrigens bereits ein Mitglied des am unmittelbar vorangegangenen Wochenende zu Ende gegangenen Dritten Studienganges teilnehmen, Erich Grikscheit, der seit Jahren in der Wirtschaft sehr erfolgreich als Personalberater tätig ist - und uns seinerseits einiges über die zur (schlechten) Religion gewordene wirtschaftliche Denkungsart wird erzählen können.

Für den Freitag-Vortrag  als Auftakt habe ich schon einmal das Thema angeschlagen, das uns dann am gemeinsamen Wochenende beschäftigen soll. Die These, die ich zu entwickeln mir vorgenommen habe, lautet etwa: Ist noch (zu Goethes Zeit) die Frömmigkeit das Privileg der kleinen Mädchen gewesen, die in ihrer Unschuld den Herrn Doktor in Verlegenheit zu versetzen vermochten, ist heute eher umgekehrt die „religiöse Musikalität” eine Angelegenheit der Nachdenklichen, die den Betrug dessen, was sich anstelle der ehemaligen Religion breitmacht, durchschaut haben, soweit sie nicht davon angeekelt sind. Ich jedenfalls habe im Verlauf von mehr als dreißig Jahren Philosophischer Praxis immer wieder die Erfahrung machen müssen (dürfen), daß der Mehrzahl der wirklich ernsthaften Menschen die religiösen Fragen nicht gleichgültig blieben.

 




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