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8. Treffen [Philosophische Praxis Gerd B. Achenbach] || nach oben springen || Startseite Achenbach-PP.de

8. Block vom 24. - 30. Juni in Sils Maria



Friedrich Nietzsche



Nietzsche als Wegbereiter der Philosophischen Praxis, als Wegbereiter des psychologischen Raffinements natürlich auch, als Erneuerer eines Weisheitsbegriffs, der sich als höchst nötig erweisen wird, als Schöpfer eines beispiellosen, neuen philosophischen Duktus, eines so noch nicht dagewesenen Stils des Denkens usw.

Und nun zum Programm im einzelnen, zu dem selbstverständlich "Die Geburt der Tragödie aus dem Geist der Musik" (bzw. "Griechentum und Pessimismus") gehörte, wobei uns hier besonders die spätere Vorrede zur 2. Auflage, die sogenannte "Selbstkritik", interessierte. Doch auch generell: Daß uns gerade in der Philosophischen Praxis Menschen und Schicksale begegnen, die nur mit einem wieder angeeigneten "tragischen" Denken hilfreich zu bewältigen sind, durfte sich erwarten lassen.
Und selbstverständlich auch haben uns die "Unzeitgemäßen Betrachtungen" beschäftigt, die dritte, "Schopenhauer als Erzieher" (von Sylvia Kramer referiert), in erster Linie. Wird doch da von Nietzsche im Bekennerton berichtet, welche Philosophie (genauer: welcher Philosoph) lebensverändernd wirksam ist und warum und in welcher Weise.
Doch auch der Essay über "Nutzen und Nachteil der Historie für das Leben" (referiert von Sebastian Hilgart) enthält Grundzüge des Denkens, wie es jetzt in und durch die Philosophische Praxis Gestalt gewinnt. Sind alle Erkenntnisse lebensdienlich? Ist alles Wissen hilfreich? usw.
"Menschliches, Allzumenschliches", ausschnittweise mutig referiert von Marion Brück (die es sogar wagte, Nietzsches aphoristischen Herausforderungen im Blick auf das Thema "Weib und Kind" standzuhalten und ihnen wahrhaft unzeitgemäße Einsichten abzugewinnen ...) - ein höchst beachtlicher und lohnender Versuch, zumal deshalb, weil nicht zuletzt Menschen die Philosophische Praxis aufsuchen, die unter den Emanzipationsfolgen leiden (Frauen übrigens mehr als Männer!) und im Grunde nicht wissen, warum.
Die "Morgenröte", das andere Werk von gar nicht zu überschätzender Bedeutung für die Philosophische Praxis - immerhin werden hier zukunftsweisende Züge einer nachpsychologischen Psychologie erkennbar ... -, hat uns Margret Zemp vorgestellt. Und aus der "Fröhlichen Wissenschaft" haben wir zumindest die besonders berühmten Stellen kennengelernt, was sich ja in Sils Maria, dem Ort der entsprechenden Visionen, nahezu von selbst versteht.
Etliches aus dem "Zarathustra" haben wir uns exemplarisch neu ausgelegt, so (referiert von Hugo Sattler) "Die drei Wandlungen". Hier aber waren vor allem Fragen wichtig wie die: Warum wurde überhaupt die Einführung einer solchen Gestalt wie dieses Zarathustra wichtig? Gibt es wohl eine philosophische Autoritätsproblematik, die sich etwa so fassen ließe: Bürgt ein Gedanke für die Person, oder die Person für den Gedanken? Eine Frage für philosophische Praktiker ...
Wie sonst auch ist alles mit Beispielen aus der Philosophischen Praxis "konkretisiert" und vergegenwärtigt worden.

Als ungeplante Besonderheit ergab sich, daß ausgerechnet in der Woche, da wir in Sils Maria waren, auch ein alter Freund von mir dort auftauchte, Rüdiger Safranski, der nämlich mit einem Vortrag die diesjährigen Hesse-Tage eröffnete. Den haben wir selbstverständlich besucht.
Und ebenso selbstverständlich das Nietzsche-Haus , wo uns der Hausherr, Herr Bloch, höchstselbst begrüßt und geführt hat.
Zuletzt stand für uns die Segantini-Ausstellung  in St. Moritz auf dem Programm, zu der wir gemeinsam von einer dortigen Freundin eingeladen wurden. In jenen Jahren, da Nietzsche in Sils Maria weilte, hat dort Giovanni Segantini, dieser höchst eigenwillige Maler, seine später hochberühmten Bilder gemalt.

Zuletzt: Wie zu erwarten war, ist selbst das Minimal-Programm, das wir uns vorgenommen hatten, nicht zu schaffen gewesen. Und so holte, was liegen blieb, beim nächsten Treffen im September in Bergisch Gladbach Soung-Suk Nho aus Seoul ihr Referat über die Leib-Philosophie Nietzsches nach, ich selbst brachte ergänzend Novalis ins Gespräch und Dorothea Höck stellte ihre Überlegungen zur "Genealogie der Moral" zur Debatte.

 




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