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Zur Sprechstunde beim Philosophen [Philosophische Praxis Gerd B. Achenbach]

Zur „Sprechstunde” beim Philosophen?

          Wozu? Für wen?

Soviel vorausgeschickt:

          Sprechstunde beim Philosophen heißt: Wir sind für Sie da.
          Wir nehmen uns Zeit, Ihnen zuzuhören, viel Zeit wenn nötig.

Und hier einiges zur Erläuterung

Solide Schätzungen lassen vermuten: Die meisten Menschen in Not, die einen Therapieplatz suchen, leiden nicht an einer manifesten Krankheit, die ärztlicher Behandlung bedürfte, sondern sie empfinden sich ‒ was schlimm genug ist ‒ als unter- oder überfordert, haben sich eventuell in ihren eigenen Lebensplanungen verheddert, sind irgendwo steckengeblieben. Manche sind einfach erschöpft, irgendwie lustlos, niedergeschlagen. Andere sind verzweifelt, wissen nicht weiter und nicht wohin. Wieder andere bedrückt ein Kummer oder lassen Sorgen nicht los. Einer trauert verpaßten Chancen nach, eine andere einer verlorenen Liebe. Vielen fehlt der Mut, einen Neuanfang zu wagen ‒ der eigentlich nötig, ja, im Grunde doch verlockend wäre, aber ... Und wieder anderen fehlt die Kraft und das Versöhnung stiftende Vertrauen, einer ‒ zur Last gewordenen ‒ Geschichte die Treue zu wahren. Wieder nochmals andere haben die Hoffnung verloren, es werde noch einmal eine Tür sich auftun für sie, da ihnen alles verschlossen schien. Einige quält das Gefühl, überflüssig, in dieser Welt „fehl am Platz” zu sein, andere, nicht dazuzugehören. Die meisten aber ‒ ja, eigentlich alle, die eine Beratung suchen ‒ schmerzt die Erfahrung, nicht verstanden zu sein. Sie suchen Verständnis, auch und selbst für’s Unverständliche.

Da meldet sich die andere, heikle Frage: verstehen sie sich denn selbst? Könnte es wohl sein, daß sie sich selber mißverstehen, verkehrte Vorstellungen von sich hegen, sich unter-, sich überschätzen beispielsweise, das heißt ihre Möglichkeiten, ihre Fähigkeiten, anspruchsvoller: ihre Bestimmung verkennen?
Wie viele aber sind da, die im Grunde gar kein Problem mit sich selbst oder mit ihren engeren Lebensumständen haben, doch ihr Eindruck belastet sie, sie verstünden die Welt nicht mehr und sie wüßten nicht, was „von alledem zu halten ist, was da vor sich geht”. Die befürchten, „am Lauf der Welt” irre zu werden. Verschärft: Ihnen wurde „der ganze Laden unheimlich” und nun wissen sie nicht, „was sie noch glauben sollen”. Und manchem ist zumute, als ertöne da das rien ne va plus und es gehe überhaupt nichts mehr ...

Es sind nicht wenige, die sich fragen, ob sich die Anstrengung zu leben eigentlich „lohnt”. „Was soll’s?” fragen sie und wissen keine Antwort, meinen, es gäbe sie nicht.

Doch sollte tatsächlich schon aller Tage Abend angebrochen sein? Und alles liefe tatsächlich auf nichts als Abbruch und sinnloses Ende hinaus, auf ein unwiderrufliches finis und Schluß, „das war’s”?

Sollte in der Tat der Tod es sein, der allem zuletzt seinen Stempel aufsetzt? Oder erwartet uns womöglich, was wir uns nicht einmal im Traum zu erhoffen wagten?

Ist alles das „Werk” des schieren Zufalls oder wirkt ‒ diskret, still, unvermerkt ‒ ein Sinn, ein Wozu, ein Wohin in allem?

Genug davon.

Einerlei, ob mit schwerem Gepäck oder mit leichter Bürde, Sie sind uns in unserer „Sprechstunde” willkommen. Holen Sie Luft, atmen Sie durch, und dann bemerken Sie: Hier werden Sie nicht ausgefragt, nicht mit Standardfragen behelligt und abgetan, indem Sie unter diese Handvoll abgestandener Vokabeln gepackt und wegsortiert werden.
Statt dessen finden Sie ein Ohr, das ausführlich zuhört, sich einläßt, mitfühlt, mitempfindet. Vor allem aber finden sie einen Menschen, der mitdenkt, nicht zuletzt weiterdenkt, womöglich nachdenklich erste besonnene Linien zieht, und mit einem Male, wo eben noch alles verschwamm, zeichnen sich bereits Konturen ab.
Was Sie fühlen und empfinden nehmen wir ernst ‒ doch auch: daß unseren Gefühlen manches entgeht, und Empfindungen können irren.
Wir lassen uns ein auf alles, was Sie beschäftigt. Doch während Sie beschäftigt waren, entging Ihnen vielleicht das Beste, und das ist: worauf es ankommt. Das ist es, was den Philosophen beschäftigt. Und so ist es unsere Sache, Ihnen den Zugang dazu aufzuschließen.
     Fragen Sie sich, was Sie „haben”? ‒
     Wir sehen darauf, was Ihnen womöglich fehlt.
Schließlich: Wir sind keine Agenten der „Lebenskunst”, keine „Optimierer”, damit Sie besser „funktionieren”. Wir wollen Ihnen helfen, leben zu können, und am Ende: gut zu leben.
Kurz: Wir sind für Sie da. Wir nehmen uns Zeit, Ihnen zuzuhören, viel Zeit wenn nötig.
Und wenn möglich gehen wir mit Ihnen auf die Suche nach Wegen, die sie weiterbringen.
Zuversicht werden Sie mitbringen müssen. Zutrauen finden Sie hier, bei uns.

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Weitere Informationen zur Sprechstunde finden Sie hier [1].

 


Link-Referenzen:
[1] https://www.achenbach-pp.de/de/sprechstunde_org.asp