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Gerd B. Achenbach zu Platons "Symposium" - Vergegenwärtigung eines Klassikers (3)

Freitag-Vortrag am 28. Okt. 2005.
3. Abend: Die Schelmereien des Aristophanes und die Rede des Tragikers Agathon
CD Nr. 141
Track 1:
Die komische Theorie des Komikers Aristophanes ist die populärste geworden, was nicht heißt, daß sie besonders gut oder mehr als komisch ist.
Track 2:
Die komische Vorgeschichte: Aristophanes wird seinerseits als komische Person eingeführt. Der erzählende Mythos vergleichbar mit der Musik: er ist erzählter Gedanke. Vergleich mit der Melodie. Leistung des Mythos sonst: er macht sich auf unsere Erfahrung einen Reim. Auf welche Erfahrung der Mythos reagiert in diesem Fall. Sexualität gilt unspezifisch als Anziehung zwischen Männern, zwischen Frauen und zwischen Mann und Weib. Diese Erfahrung findet im Aristophanes-Mythos ihre Gestalt.
Track 3:
Der Mythos des Aristophanes WIRD nacherzählt. Die reizende Idee: Das Begehren als Schwächung, als Mangel. (Ab 13:30 in diesem Track:) Der Mythos des Aristophanes ist zugleich ein Mythos über den Mythos. Was suchen die Menschen? Das, was einmal war. Parallele: das ozeanische Gefühl in der Psychoanalyse. Im Mythos kommt die Macht des Ursprungs zur Geltung. „Wir waren ganze Wesen” und „wollen wieder ganze werden”.
Track 4/5:
Das Zwischenspiel vor Agathons Rede: Wer setzt den Maßstab? Ist es die Menge oder sind es die wenigen Klugen?
Track 6/7:
Die Rede des Agathon. Sie wird wenig beachtet - zu Unrecht. Sie präsentiert einen modernisierten Mythos. Eros gerade nicht der älteste Gott, sondern der Jüngste der Götter. Nicht das Frühe, das Späte verdient Verehrung. Lob der ewigen Jugendlichkeit und des Zarten. Eros’ Aversion gegen das Alter. Schließlich die Überbietung: Die Tugenden des Eros. Ironisch oder nicht: Eros macht „Dichter”? Einschub aus Shakespeare.
Track 8-10:
Was garantiert denn die Liebe? Was sich auf „Liebe” reimt ... Die Weisheit der Liebe ist die Wiege. Eros garantiert den Bestand. Große Apotheose des Eros zuletzt.
 
 




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