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Gerd B. Achenbach über "David Hume" anläßlich seines 300. Geburtstages

Freitag-Vortrag am 6. Mai 2011
CD Nr. 320
Um es nur gleich zu gestehen: Ich bin kein Kenner des David Hume. Und auch noch dies Geständnis will ich loswerden:
Im Gymnasium damals, in meiner Heimatstadt Hameln, gab es zwar kein Unterrichtsfach Philosophie,
wohl aber bot einer aus dem Lehrerkollegium eine „Arbeitsgemeinschaft Philosophie” an, und da war ich, wie man sich denken wird, dabei.
Die Folge: Nicht viel hätte gefehlt, und ich wäre der Philosophie für immer verloren gewesen ...

Was jener rührige Dr. H. uns als Philosophie vorstellte, war (soviel ich mitbekam seinerzeit) die langweiligste und trockenste Erkenntnistheorie,
die sich ausdenken ließ. Und was dozierte er? Hume, Hume und nochmals Hume ...
Kein Wunder, daß ich aus dieser AG einen langfristigen Anti-Hume-Affekt davongetragen habe ...

Und nun also traute ich mir zu, diesen wahrhaften Revolutionär des Denkens am Vorabend seines 300. Geburtstages vorzustellen?
Ja. Denn: Ein Denker solchen Formats findet nicht zuletzt durch die Wirkungen, die er auf andere, namhafte Denker ausübte, sein Profil.
So bekannte Kant, es sei Hume gewesen, der ihm „seinen dogmatischen Schlummer unterbrach”.

Oder ein Mann wie Gilles Deleuze, Franzose: Er hat es verstanden, die verblüffende Attraktivität und Gegenwärtigkeit dieses Denkers zu Tage zu fördern.
Etwa: Hume habe als der Erste begriffen, daß nicht der Egoismus das Problem des Menschen (und des Staates, der Institutionen) ist, sondern seine „Parteilichkeit”.
Und selbst noch die Humesche Erkenntnis-Theorie wird spannend, wenn Deleuze sie rekonstruiert. An ihn werde ich mich, referierend, halten.

Außerdem aber habe ich einen seiner Essays (die Hume populär gemacht haben) vorgestellt, und zwar den, der seiner eigenen Haltung gewidmet ist.
Titel: „Der Skeptiker”. (aus: Hume, Vom schwachen Trost der Philosophie. Essays)

Hier noch - als kleinen einladenden Text - eine Aufzeichnung über sich selbst, die Hume kurz vor seinem Tode niederschrieb:

Ich war ein Mann sanften Charakters und Herr über mich selbst, war offen, gesellig und freundlich.
Leicht konnte ich Zuneigung zu anderen gewinnen, aber schwer ihnen feindselig gesonnen sein.
In allen Leidenschaften war ich gemäßigt. Selbst von der mein Leben beherrschenden Leidenschaft,
dem Wunsch, als ein homme de lettres berühmt zu sein,
ließ ich mir trotz häufiger Fehlschläge meine heitere Laune nicht vergällen. (My Own Life)
 
 




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