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Gerd Achenbach: "Heraklit - Der Denker, der alles in Bewegung sah ... und begriff"

Philosophie-Projekt V, Freitag-Vortrag am 21. Mai 2010, CD Nr. 288 (inkl. 8 Seiten Textfassung)
Die Wirkungsgeschichte des Heraklit, der um 500 v. Chr. in Ephesus lebte - der Überlieferung nach als Priester am Tempel der Artemis -, kann man gar nicht überschätzen. Dieser Denker der Gegensätze und Konflikte, der alles in fortwährender, ruheloser Bewegung sah, ein früher Dialektiker, ist nicht nur von Hegel oder Nietzsche bewundert und als Vorläufer anerkannt worden. Er scheint mir - neben Pythagoras, den Heraklit übrigens nicht mochte - der womöglich „modernste” Philosoph unter den Vorsokratikern zu sein. Die von ihm überlieferten Grundsätze sind so frisch und richtig wie seit eh und je.

Daß er als „der Dunkle” angesehen wurde, ist nur ein (aufklärbarer) Irrtum. Ich würde ihn „den Hellen” nennen ... Nietzsche bekannte, es sei Heraklit, „in dessen Nähe überhaupt mir wärmer, mir wohler zumute wird als irgendwo sonst”.

An anderer Stelle:
„Das ewige und alleinige Werden,
die gänzliche Unbeständigkeit alles Wirklichen,
das fortwährend nur wirkt und wird und nicht ist,
wie dies Heraklit lehrt, ist eine furchtbare und
betäubende Vorstellung und in ihrem Einflusse am nächsten
der Empfindung verwandt, mit der jemand bei einem Erdbeben
das Zutrauen zu der festgegründeten Erde verliert.
Es gehörte eine erstaunliche Kraft dazu, diese Wirkung
in das Entgegengesetzte, in das Erhabne und
das beglückte Erstaunen zu übertragen..” -

Wie Heraklit dies gelang, konnten wir an diesem Abend sehen ...
Vor allem aber: Hegel, der sich ebenso wie Nietzsche auf Heraklit berief, sah einen völlig anderen Heraklit, die Vordenker ewig-vernünftiger Dialektik allen Geschehens. Wie ging dies zusammen?

Sehr empfehlenswert ist Claus Helds Interpretation Heraklits in seinem Buch "Treffpunkt Platon" (dort das 2. Kapitel: "Heraklit im modernen Denken"). Ich habe mich entschieden auf Held bezogen.
 
 




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