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Gerd B. Achenbach über Platons "Symposium" / Vergegenwärtigung eines Klassikers (1)

Freitag-Vortrag am 23. September 2005
1. Abend: Die Vorgeschichte und Einleitung sowie des Phaidros Hoch auf den Eros
CD Nr. 139
Track 1:
Einleitendes zum griechischen Götterhimmel. Im mythischen Denken ist der Widerspruch noch nicht der Indikator des Unwahren.
Track 2:
Ankündigung einer abweichenden Interpretation. Vor allem jene Passagen, die sonst übersehen werden, sollen ernst genommen werden. Zu Datierungsfragen, zu Differenzen der „Perioden” bei Platon (frühe, mittlere, späte) und weniges zu Agathon, dem Gastgeber des Symposiums. Die Teilnehmer am Symposium sind überwiegend Sophisten-Schüler.
Track 3:
Zu den Komplikationen der Einleitung und Vorgeschichte. Die Genialität des „unvermittelten” Anfangs und die Ironie bereits des ersten Satzes. Wer der Apollodoros war. Der Erzählaufbau: wie eine „russische Puppe”. Warum diese Umstände? Das Gespräch liegt sehr weit zurück, was seine Bedeutung unterstreicht. Es ist inzwischen ein Gerücht, eine Legende. Aristodemos wird als Erzähler und Zeuge eingeführt. Wer war Aristodemos? Warum schiebt Platon diese zweifelhaften Verehrer seines Lehrers vor?
Track 4:
Als eingeschobene Parallele eine Gegenwartsgeschichte.
Track 5:
Die Erzählung als Beglaubigungsgeschichte. Im berichteten Eingangsgespräch Apollodoros-Glaukon wird die Frage mit verhandelt, was eigentlich die Bedeutung und Wirkung der Philosophie sei. Ist etwa Lebensveränderung ein Philosophie-Erweis? Jene beiden (eher schlechten) Schüler des Sokrates sind offenbar dieser Ansicht; nicht aber Platon.
Track 6:
Ironie auf die frischen Philosophie-Proselyten und ihre Arroganz. Der zur Philosophie Bekehrte ist überwiegend mißmutig und allem entfremdet ... Wirkungen der Philosophie, sofern sie an den Falschen gerät.
Track 7:
Ein Kommentar zum „Symposium” findet sich am Ende des Werks: Tragisches und Komisches müsse zusammengehen. Komische Motive im „Symposium”.
Track 8:
Die Erzählung des Aristodemos beginnt. Die Komik der Begegnung zwischen Aristodemos und Sokrates. Elegant-ironisch nimmt Sokrates seinen eingebildeten Schüler auf den Arm.
Track 9:
Sokrates bleibt zurück ... Inwiefern sich an diese (unscheinbare) Szene umfassende Deutungen in der Platon-Philologie anschließen. Verdankt sich Sokrates’ Wissen dem Dialog oder einsamem Nachdenken? Die Komik der Stelle kehrt später, Becketts „Warten auf Godot” wieder.
Track 10:
„Je später der Abend ...” Das berühmte Bild von der nicht übertragbaren Weisheit. Und der ironische Dreh, den Sokrates ihm gibt.
Track 11:
Zum Arrangement des Abends und zu den Vereinbarungen: kein Trinkzwang, keine Musik, sondern Reden auf den Eros sollen gehalten werden. Der Vorschlag des Phaidros wird einstimmig angenommen.
Track 12:
Einiges zu Phaidros. Hinweis auf den Dialog „Phaidros”, der ebenfalls von Eros und der Liebe handelt. Was ist der Auftrag dieser ersten Rede? Den Beginn muß die einschränkungslose Hochschätzung der Liebe machen, das naive Lob. Phaidros zwei Argumente: Eros ist zu loben weil er der Älteste und der Mächtigste ist. Der Hesiod-Mythos wird bemüht. Nacht, Chaos, die breitbrüstige Gäa, Eros. Der Hymnus aus der „Antigone”. Eros als die verrückende Macht über Götter und Menschen. Zugleich aber bessere er den Liebenden. Die Opferbereitschaft der Liebenden. Euripides'Alkestis als Exempel. Als Gegenbeispiel für den Mangel an Liebe wird der Orpheus-Mythos eingefügt.
Track 13:
Was Platon den vorgeschobenen Redner Phaidros nicht zitieren läßt, wird zum Ausklang angeführt: die zwiespältigere Anrufung des Eros durch Apollonius von Rhodos und Euripides (Zitat aus „Hippopytos”).
 
 




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