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Gerd B. Achenbach: Worauf kommt es an - in der "romantischen" Liebe? Folge 5

Freitag-Vortrag vom 28. Oktober 2016
CD Nr. 489
An diesem Freitag habe ich - erweitert und überarbeitet - einen Vortrag wiederholt, den ich am Montag zuvor (24. Okt.) in Meran im "Meraner Hof" gehalten habe. Hier die Ankündigung für die Veranstaltung dort:

„Von der romantischen Sehnsucht, zu sich selbst zu kommen”

Die „romantische Sehnsucht”? Das war nicht nur die Traumfahrt zurück in vergangene Zeiten und alte Tage, auch nicht nur Flucht aus einer „entzauberten” Welt, der Aufstand gegen eine allzu ausgenüchterte „Prosa des Alltagslebens”.

Die romantische Sehnsucht war vielmehr ebenso - wenn nicht in erster Linie - die Apotheose eines neuen Liebesverständnisses, der Kniefall vor Altären, auf denen sie „der Macht der Liebe” opferten. Die Gebete der Liebenden waren der Gesang der Romantik als neuer Religion.

Doch um was ging es da eigentlich? Wirklich nur darum, die Liebe zu lieben? Was suchten denn die, die sich nach Liebe verzehrten - und dann im anderen, im Geliebten, vergingen? Die sich, wie Gretchen am Spinnrad, gestanden: „Wo ich ihn nicht hab’, ist mir das Grab”? Und: „Nach ihm nur schau' ich zum Fenster hinaus”?

Es klingt zunächst paradox - und doch ist es wahr: Sie sehnten sich danach, „im anderen sich selbst zu finden”, „zu sich selbst zu kommen”. Denn nur in der (romantischen) Liebe sind „wir selbst” gemeint, nicht unser Vermögen, unser Können, nicht diese oder jene Eigenschaft. Nur der Geliebte ist dem anderen „alles”, ist ihm das „Ein-und-alles”, und so erlebt er sich als „Wirklichkeit”. „Er selbst” ist es, worauf es ankommt.

Doch sie „fanden” sich, indem sie sich an den anderen „verloren” ... Und da lauert die Tragödie, von der auch zu erzählen sein wird, wenn von der Sehnsucht die Rede ist, die im Lieben ihre Erfüllung sucht.
Ein Zitat enthüllt den schrecklichen Schatten, den das blendende Licht der Verliebtheit wirft:

„Wir leben im Zeitalter des real existierenden Schlagertextes.
Die Romantik hat gesiegt, die Therapeuten kassieren.” (Ulrich Beck)
 
 




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