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Ab März 2010 als integraler Bestandteil der Freitag-Vorträge:

"Das Philosophie-Projekt"



Ein eigenwilliger Gang durch die Geschichte der Philosophie




Es gilt, mit den philosophischen Weltweisen, Menschenkennern und Lebenskönnern in jenem Sinne „bekannt zu machen”, wie ich Freunde von mir „mit einander bekannt mache”.
Und wirklich ist dies die Absicht der Reihe: Ich möchte alle Teilnehmer an diesem Projekt zu Freunden der vorgestellten Philosophen und Denker machen.

Ich freue mich darauf, nunmehr Gelegenheit dazu zu haben!

Wer an dem gesamten Abenteuer teilnimmt, wird zuletzt mit einer großartigen Geschichte vertraut sein - und das, ohne den Staub trockener Kommentare geschluckt zu haben ...
  

Was ich mir vorgenommen habe? Eigentlich etwas Ungeheuerliches, Anmaßendes, mancher wird sagen: Verrücktes.
In lockerer Folge werde ich einen Gang - manchmal wird es ein Spaziergang werden, manches Mal eine vergnügliche Tour, hin und wieder aber eine wirkliche Exkursion, eine Besteigung oder Kletterei hinauf in unwirtliche Höhen ... -, in lockerer Folge also werde ich eine Reise zu den maßgeblichen Stationen des philosophischen Geistes unternehmen, um mit ihnen auf meine (zugegeben „interessierte”) Weise bekannt zu machen.
Mit „interessiert” meine ich: Anders als in ordentlich-seriösen Philosophie-Historien üblich werde ich weder nach dezenter Eunuchen-Art fein distanziert und ergeben „korrekt” bleiben, noch mich nach wissenschaftlicher Manier neutral, nüchtern und abgewogen des eigenen Urteils enthalten, sondern gewissermaßen zudringlich will ich die Zeugen philosophischer Weltauslegung und Selbsterziehung ins Gespräch ziehen und will ich vor allem von ihnen wissen, was sie einem ganz und gar gegenwärtigen philosophischen Praktiker zu sagen und anzuvertrauen haben. Die Philosophische Praxis nämlich bringt, um im Bild zu reden, ein Paar anderer Augen mit. Abgelegt hat sie jedenfalls die gelehrte Brille des Akademikers, der über Büchern brütet, um Texte zur Welt zur bringen.
Der philosophische Praktiker hört auch anders, will sogar anders hören. Zumal begnügt er sich nicht damit, festzustellen, da und dort sei so oder anders gedacht respektive spekuliert worden. Vielmehr will er wirklich etwas wissen, und zwar etwas, was er sich von allem Gehörten und Mitgeteilten aus guten Gründen „gesagt sein lassen” darf, was also Stich hält, was unabweisbar überzeugt, gewinnt, für sich einnimmt. Er will bedenken, was zu denken gibt.
Und damit sogleich und von allem Anfang an klar ist, daß dieses Projekt - wie ich es nennen möchte - mit dem Mut in Angriff genommen wird, von allerlei liebgewordenen Üblichkeiten abzuweichen, werde ich den Reigen der Denker und Künder mit dem frühen, „mythischen” Sänger, Dichter, Stifter einer Religion und kultischen Praxis, mit Orpheus beginnen. Denn schon er gehört zur Geschichte, die dann „Philosophie” hieß und heute Philosophische Praxis.



Die angekündigten drei Abende im März waren wahrlich nur ein Auftakt, ein Anfang und Einstieg. Und selbst noch ehe wir zum eigentlichen Vater aller praktischen Philosophie kommen, zu Sokrates mithin, werden weitere Schritte im Gang durch die Geschichte der Philosophie zu gehen sein: Heraklit in erster Linie wird uns begegnen, und mit entschiedenem Interesse werden wir uns unter den (viel gescholtenen) Sophisten umsehen, die immerhin für eine erste „Aufklärung” standen, die uns auf (unheimliche) Weise höchst gegenwärtig vorkommen wird. Die Philosophische Praxis hat ihre eigenen Gründe, sich mit diesen ersten Philosophen, die sich erfolgreich zu „vermarkten” verstanden, auseinander-zusetzen. (Hier paßt das sonst inflationär und gedankenlos verschlissene Wort einmal ...)

Dann folgen „die Großen” der antiken Klassik: Sokrates, der für immer unerreichte, der stachelige, unbequeme und doch auch so liebenswert freundliche - ein Philosoph, den man womöglich nur erträgt, wenn man ihn liebt... -; Platon natürlich, den ein gewisser „Sir Karl Po.” zum „Feind der offenen Gesellschaft” erklärt hat; Aristoteles - Prototyp des Wissenschaftlers, dem zugleich nichts Menschliches fremd war -; dann der Kobold, Gammler und Provokateur schlechthin, der Mann der Tonne, Diogenes; und so weiter zu den hellenistischen Philosophen und Lebenskönnern, den Epikureern, Skeptikern und endlich den Stoikern; weiter durch die gesamte Geschichte des Abendlandes - bis wir schließlich bei den großen Philosophen der Neuzeit und schließlich unserer Tage einkehren.

Ein gewaltiges Programm, und das wird entsprechend eine geraume Zeit in Anspruch nehmen, zumal die nachfolgenden Freitage keineswegs ausschließlich der neuen Reihe gewidmet sein werden. Sondern zwischendurch werden uns, wie gewohnt, auch andere Themen beschäftigen.

 




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„Zur Einführung der Philosophischen Praxis”

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1. - 6. April 2012 in Wilflingen und Heiligkreuztal

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Seine Philosophie - Und seine
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22. - 26. April 2012
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