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Die Gesellschaft für Philosophische Praxis (GPP)
lädt ein zum ...

  
  
Da diese Veranstaltung sehr rasch ausgebucht (und sogar überbucht) war, zugleich aber immer weitere Interessenten sich meldeten, die nicht mehr berücksichtigt werden konnten, habe ich mich entschlossen, am Wochenende 27.-29. Januar am selben Ort mit einer zweiten Gruppe das Seminar zu wiederholen. Siehe jetzt dort!
  
  

Philosophisch-literarischen Neujahrs-Wochenende


im Gästehaus des Klosters Steinfeld / Eifel

Freitag abend, 6. 1., bis Sonntag mittag, 8. 1. 2017

mit Dr. Gerd B. Achenbach

Navid Kermani. Der „Romanschreiber”, Nachdenker und renommierte Dissident.


Sein neuester Roman „Sozusagen Paris”, seine Einlassungen zum Christentum, „Ungläubiges Staunen”, und einiges andere ...



„... dieses Einverständnis, ja, der Bejahung von allem,
trotz allem, was geworden ist ...”
(Navid Kermani, „Sozusagen Paris”)

Blick in den Klosterhof Foto: Achenbach
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Blick in den Klosterhof Foto: Achenbach

Das „Philosophisch-literarische Neujahrswochenende”, das traditionell Anfang Januar in der Eifel stattfindet, ist jeweils einem Gegenwartsautor gewidmet, der nicht nur Schriftsteller, sondern auch Essayist beziehungsweise Intellektueller oder „Denker” ist. Was weist ihn aus? Er tanzt nicht nach der Pfeife, geht eigene Wege, ist ein „Unzeitgemäßer” (wie Nietzsche sich nannte) oder „Dissident”, wörtlich: ein „beiseite Sitzender”.

Diesem Profil entsprachen im vorigen und vorvorigen Jahre Botho Strauß und Bernhard Schlink. In geradezu beispielhafter Weise aber steht Navid Kermani dafür, mit dem ich kommenden Januar nicht nur bekanntmachen, für den ich vielmehr einnehmen möchte, so wie ich von ihm eingenommen und begeistert bin.

Dies gilt ganz besonders von seinem erst kürzlich erschienenen Roman „Sozusagen Paris”, einem höchst subtilen, vielstimmigen Gebilde von so abgründigem Reiz, daß unser in Deutschland repräsentatives Feuilleton damit offenkundig überfordert war: Die Rezensionen gerieten zur Blamage der Rezensenten (selbst in einem so seriösen Blatt wie der FAZ).

In einem solchen Fall ist der Philosoph als Leser gefragt, der auszubügeln hat, was die Journaille nicht glatt bekommt. Dann wird sich zeigen: Das Buch ist in Wahrheit eine Sensation ‒ sieht man es vor dem Hintergrund der großen Liebesromane des 19./20. Jahrhunderts, denen es mit überlegener Lebensklugheit, wenn nicht Weisheit widerspricht. Denn was in den Geschichten von Madame Bovary über Anna Karenina bis Effi Briest verächtlich gemacht wurde: die Ehe in ihrer Alltäglichkeit und Dauer, obendrein mit dem immer gleichen Ehemann und mit Kindern (dem „Gedöns”, wie ein gewesener Bundeskanzler sich vernehmen ließ), eben diese Wirklichkeit findet in Kermanis Roman ihre fällige Würdigung und Achtung.
Mit (hoffentlich gestattetem) persönlichen Anteil darf ich sagen: Dieser Roman ist die literarische Entsprechung zu meiner eigenen Absage an Adornos Verdikt, es gäbe „kein richtiges Leben im falschen”: Mit seinem grandiosen, zugleich stillen Roman widerspricht ihm nun auch Navid Kermani.

Ich werde allerdings ‒ der Idee unserer Neujahrs-Wochenenden folgend ‒ nicht nur seinen Roman vorstellen und besprechen.
Sondern ebenso soll uns Kermanis Essayistik zu Gesprächsanlässen werden, so seine unter dem feinen Titel „Ungläubiges Staunen” versammelten Studien Über das Christentum, die ihrerseits ihren Leser in Erstaunen versetzen können.

Doch darüber hinaus will ich versuchen, den Menschen Navid Kermani und seine in der deutschen Geschichte präzedenzlose Rolle, die ihm angedient wird, zu verstehen ‒ beispielsweise: Wie es zu dem Ansinnen kommen konnte, der bekennende Moslem mit doppelter Staatsbürgerschaft möge im Mai 2014 in der Feierstunde des Bundestages anläßlich der „65 Jahre Grundgesetz” die Festrede halten; und selbst Friedenspreisträger des Buchhandels werden nicht ohne weiteres als Kandidat fürs Amt des Bundespräsidenten vorgeschlagen ...
Ist die öffentliche Anerkennung, die Kermani zuteil wird, womöglich Ausdruck einer tiefgreifenden Veränderung der geistigen Verfassung Deutschlands?
Ich bekenne: es wäre mir recht.


Der herbstliche Park des Klosters. Foto: Achenbach
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Der herbstliche Park des Klosters. Foto: Achenbach

Das Gästehaus (Teilansicht) Foto: Mit freundlicher Genehmigung des Klosters.
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Das Gästehaus (Teilansicht) Foto: Mit freundlicher Genehmigung des Klosters.

Zum Kloster Steinfeld:


Das alte Anwesen,
dessen bereits zweite Gründung ins frühe 12. Jahrhundert
zurückweist und dessen barocke Ausgestaltung ins späte 17. Jahrhundert datiert ‒ wie die Aufrichtung des heutigen Hauptgebäudes ‒, beherbergte lange Zeit ein angesehenes Internat, geleitet von den Salvatorianern.
Weithin berühmt sind die Basilika und die ihr zugehörige barocke Orgel, während der großzügig angelegte, weitläufige Park zu Spazierwegen in den Seminarpausen einlädt.
Das Internat wurde vor Jahren geschlossen und das Gebäude, das ehemals die Schüler beherbergte, kernsaniert und von Grund auf neu gestaltet.
Die stilvoll gestalteten Zimmer präsentieren sich im gehobenen Vier-Sterne-Standard. Das Steinfelder Klosterbier steht gut gekühlt in der Minibar und das bequeme Boxspringbett (mit 2,10 m langen Matratzen) bietet höchsten Liegekomfort. Jedes der 26 - 35 m2 großen Zimmer hat seinen eigenen Charme und eröffnet durch die hohen Fenster Ausblicke ins satte Grün des Klostergartens.
Hier  der Link zum Gästehaus.




Zum Programm:

Anreise am Freitag, den 6. Januar 2017 am frühen Abend, so daß wir gemeinsam um 18:00 Uhr zu Abend essen können.
Danach, um 20:00 Uhr, Begrüßungsrunde und Lesung ausgewählter Passagen aus dem Roman „Sozusagen Paris” - kombiniert mit Abschnitten aus den Romanen, die Kermani selbst in sein Werk „einbaut”: so aus Prousts überdimensionaler „Suche nach der verlorenen Zeit”.

Die eigentliche „Arbeit” beginnt dann am Samstag um 10:00 Uhr, unterbrochen von einer Kaffeepause. Nach dem Mittagessen und einer anschließenden Ruhepause sind wir um 14:30 Uhr eingeladen, an einer gut einstündigen Führung durch das Kloster und die Kirche teilzunehmen.
Im Anschluß daran gibt's Kaffee und Kuchen, und danach die Fortsetzung des Seminars in dem (übrigens ebenfalls neu ausgestalteten und neu möblierten) Seminarraum.
Abendessen um 18:30 Uhr.
Abends: In einem gemütlichen Kaminraum Ausklang in einer lockeren Gesprächsrunde beim Klosterbier oder einem Glas Wein, mit dem wir uns aus dem bereitstehenden Kühlschrank selbst bedienen.
Am Sonntag setzen wir das Seminar von 10:00 Uhr bis zum Mittagessen (mit einer Kaffeepause) fort, um es damit abzurunden. Oder bleiben Fragen?

Blick in die Landschaft Foto: Achenbach
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Blick in die Landschaft Foto: Achenbach

Vorschlag:

Gern schließt sich danach noch, wer mag, einem Spaziergang durch die reizvolle Steinfelder Eifellandschaft an.
Am Kloster Steinfeld beginnt die 6. Etappe des neu angelegten „Eifelsteigs”, dem wir ein wenig folgen könnten, um, sobald wir ihn wieder verlassen haben, auf einem Rundweg zum Ausgangspunkt zurückzukehren.

Alles Weitere, Kosten, Anreise etc. finden Sie hier.

 




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