![]() |
||
| ||
| Das Seminarhaus |
Vier „Nietzsche-Tage” in Haus Sonneck bei Naumburg, hoch in den Weinhängen gelegen, dort wo Saale und Unstrut zusammenfließen ...
Vier Tage in Sonneck, hoch oben im "Blütengrund":
anregende Gespräche,
bummeln in der herrlichen Natur,
entspannen, ausruhen und nachdenklich werden ...
Friedrich Nietzsches „Morgenröte”
Gedanken über die moralischen Vorurteile
Gute drei Tage Vorträge, Gespräche,
Ausflüge, Unternehmungen -
Philosophieren in der Stille eines malerischen Naturparks
„... im ganzen Buch kein negatives Wort, kein Angriff, keine Bosheit,
- vielmehr [liegt es] in der Sonne, rund, glücklich, einem Seegetier gleich,
das zwischen Felsen sich sonnt. [...]
›Es gibt so viele Morgenröten, die noch nicht geleuchtet haben‹
- diese indische Inschrift steht auf der Tür zu diesem Buche”.
Nietzsche, ›Ecce homo‹
Fotos von unserer letzten Veranstaltung in Haus Sonneck findet Ihr hier
.
Besonders schöne Fotos, die uns eine Teilnehmerin überlassen hat, findet man hier
.
DIE ZEIT hat kürzlich einen Reisebericht über den "Blütengrund" veröffentlicht, wo wir (seit Jahren schon) mit Nietzsche-Seminaren tagen. Hier ist er nachzulesen
!
Das Programm in Übersicht:
bis 18.00 Uhr Anreise
18.00 Uhr Abendessen
19.30 - 21.00 Uhr Einführender Vortrag:
Nietzsche - wie er gelesen werden will,
wie er zu lesen ist
In seiner Vorrede zur 2. Auflage (1887) schreibt Nietzsche, es gehöre jetzt „zu seinem Geschmack - einem boshaften ... vielleicht? - nichts mehr zu schreiben, womit nicht jede Art Mensch, die ›Eile hat‹, zur Verzweiflung gebracht wird.”
Denn was vom Leser dieses Buches verlangt werde, sei „jene ehrwürdige Kunst, welche von ihrem Verehrer vor Allem Eins heischt: bei Seite gehn, sich Zeit lassen, still werden, langsam werden –”. Und das „mitten in einem Zeitalter der ›Arbeit‹, will sagen: der Hast, der unanständigen undschwitzenden Eilfertigkeit, das mit Allem gleich ›fertig werden‹ will, auch mit jedem alten und neuen Buche: – sie selbst [diese Arbeit, die ›Morgenröthe‹] wird nicht so leicht irgend womit fertig, sie lehrt gut lesen, das heisst langsam, tief, rück- und vorsichtig, mit Hintergedanken, mit offen gelassenen Thüren, mit zarten Fingern und Augen lesen...”
Ich werde in der Spur dieser Empfehlung vorstellen, was die Tugenden eines guten, philosophischen Lesers sind.
![]() |
||
| ||
| Pausengespräche |
ab 8.00 Uhr Frühstück
9.30 - 11.00 Uhr Seminar:
„Wie Nietzsche sein Werk selber einschätzte”
„Im ganzen Buch”, schreibt Nietzsche in „Ecce homo”, finde sich „kein negatives Wort ..., kein Angriff, keine Bosheit”, vielmehr liege es „in der Sonne, rund, glücklich, einem See-Getier gleich, das zwischen Felsen sich sonnt. ... ›Es gibt so viele Morgenröten, die noch nicht geleuchtet haben‹ – diese indische Inschrift” stehe „auf der Tür zu diesem Buche.” Und dann fragt er sich, wo er „jenen neuen Morgen, jenes bisher noch unentdeckte zarte Rot” gesucht habe. Antwort: „In einer Umwertung aller Werte, ... in einem Jasagenund Vertrauen-haben zu Alledem, was bisher verboten, verachtet, verflucht worden ist.” Schließlich: „Dies jasagende Buch strömt sein Licht, seine Liebe, seine Zärtlichkeit auf lauter schlimme Dinge aus, es gibt ihnen ›die Seele‹, das gute Gewissen, das hohe Recht und Vorrecht auf Dasein wieder zurück.”
Angeregt von solchen Selbsteinschätzungen werde ich versuchen, zunächst eine Gesamtwürdigung der „Morgenröte”, dieses vielleicht hellsten, leuchtendsten Buches von Nietzsche zu finden.
11.00 -11.15 Uhr Kaffeepause
11.15 - 12.30 Uhr Seminar:
Der Moral das Vertrauen kündigen:
„Warum doch? Aus Moralität!”
12.30 Uhr Mittagessen
- 16.00 Uhr Gelegenheit zur Besichtigung von Schulpforta beziehungsweise alternativ: Spaziergang hinüber zum Max-Klinger-Haus
16.00 Uhr Kaffee/ Kuchen
16.30 - 18.30 Uhr Seminar:
„Am Sterbebette des Christentums”
Nietzsche gilt gemeinhin als Kritiker des Christentums. Was wir allerdings in der „Morgenröte” zu lesen bekommen, sind oftmals Dokumente einer so außerordentlichen Hochachtung dieser „geistreichen Religion” gegenüber, die „vielleicht die feinsten Gestalten der menschlichen Gesellschaft ausgemeißelt” hat, die es bisher gab - daß wohlnur der Nietzsche versteht, der seinen Zweifel begreift, ob sich je „Höheres” wird erreichen oder ersinnen lassen ... Nietzsche jedenfalls war weit entfernt davon, angesichts der „Euthanasie des Christentums” (seinem Verenden in „einem sanften Moralismus”) in ein überhebliches Triumphgeheul auszubrechen.
18.30 Uhr Abendessen
abends: Weinprobe bei einem Winzer der Region „Saale-Unstrut”
![]() |
||
| ||
| Der Garten |
ab 8.00 Uhr Frühstück
9.30 - 11.00 Uhr Seminar
Nietzsches Kritik der „Modern Times”
Von frappierender Gegenwärtigkeit ist Nietzsches Modernitätskritik. Ob er gegen die „Lobredner der Arbeit” zu Felde zieht, ob er sich über die „Täglich-Abgenützten” lustig macht, ob er die „Herr-schaft des Geldes” bloßstellt oder die Pathologisierung dessen, was einst „Schuld” hieß, in Frage stellt ... - eigentlich immer möchte man sich fragen: Woher weiß der das von uns?
im Anschluß: Ausflug nach Naumburg (Besichtigung des (neuen) Nietzsche-Museums sowie des berühmten Doms)
15.30 Uhr Kaffee und Kuchen
16.00 Uhr Gesprächsrunde:
Nietzsche - ein „Unzeitgemäßer”?
ein Anti-Moderner? Visionär?
18.30 Uhr Abendessen
20.00 Uhr Film: (Charly Chaplin, „Modern Times”)
![]() |
||
| ||
| Blick ins Tal |
ab 8.00 Uhr Frühstück
9.30 - 11.00 Uhr Seminar:
Nietzsche - der Psychologe, der Menschenkenner
Der Nietzsche der „Morgenröte”, der sich gern einen „Psychologen” nennt, ist doch zugleich etwas ganz anderes als so ein „wissenschaftlicher kalter Frosch” mit seinen mageren Theorien. Er ist Menschenkenner im genauesten Sinne, der vor allem erkannte, was aus dem Menschen wird, wenn er beginnt, Lasten abzuwerfen und es sich im Leben bequem zu machen ...
11.00 Uhr Kaffeepause
11.15 - 12.30 Uhr Gesprächsrunde
Nietzsche - ein Einsamer, ein Erschütterer, ein Tröster
12.30 Uhr Mittagessen, danach Abreise
Ort: Akademie Haus Sonneck, Blütengrund,
06618 Großjena bei Naumburg Tel./Fax: 03445/703153
Wer einmal einige Bilder vom Haus sehen möchte, in dem wir tagen, findet sie hier
Das Haus, in dem das Seminar stattfindet, sieht man auf diesem Bild
Anreise per Bahn:
Bahnhof Naumburg (IC-Bahnhof). Bei Voranmeldung Abholung vom Bahnhof, ansonsten per Taxi (10 km) über Ortsteil Henne.
Anreise per PKW:
Naumburg über Hallesche Straße in Richtung Markröhlitz/ Merseburg verlassen. Im Ortsteil Henne links Richtung Freyburg abbiegen. Nach Erreichen der Anhöhe (kurvenreiche Strecke) der Beschilderung zum Haus Sonneck folgend, links in Richtung Wald abbiegen. Die kleine Asphaltstraße endet nach ca 1km Fahrt durch den Wald direkt im Grundstück.
Kosten:
Für die Unterbringung und Verpflegung (3 Übernachtungen, Vollpension, Kaffee vormittags, Kaffee + Kuchen nachmittags, allerdings ohne Mittagessen am 2. Ausflugstag) sind an das „Haus Sonneck” 180,- € zu zahlen.
Der Seminarbeitrag, 180,- € (Schüler/Stud. 140,- €), ist während der Tagung zu zahlen oder zuvor auf das Konto der GPP (Betr.: „Nietzsche in Naumburg”) zu überweisen.
(Wer sich anmeldet, erhält ein Faltblatt mit dem kompletten Programm und der entsprechenden Kontonummer der GPP, die zu verwenden ist.)
Hinweis:
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, und schon jetzt, vor Aussendung des Programms, gibt es 14 verbindliche Anmeldungen. Mit andern Worten: Wer gern teilnehmen möchte, wird sich möglichst rasch melden müssen.
Und was Sie sonst wissen sollten ...
Das „Haus Sonneck” - das in Wahrheit gar kein „Haus” ist, sondern ein ganzes Ensemble von kleineren, in einem weiträumigen Naturpark und Streuobstwiesen gelegenen Fachwerkhäusern - fügt sich in eine anmutige Landschaft mit freiem Blick bis nach Naumburg hinüber und in das Tal von Saale und Unstrut, die unterhalb, am Fuß des Weinbergs, der sich bis zu den Häusern hinaufzieht, zusammenfließen.
Das Anmeldeblatt als pdf-Dokument zum Ausdrucken finden Sie hier
.



