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Die Villa Hartungen
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Die Villa Hartungen

Auch 2011 wird es wieder eine "Sommer-Akademie" im Ultental geben.

Termin: 2. Juli bis 9. Juli

Das Thema: "Der Erwählte" von Thomas Mann.

(Zum Vormerken des Termins ...)


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Und hier das Programm der letzten Sommer-Akademie:

  

Die Gesellschaft für Philosophische Praxis GPP

lädt in diesem Jahr wieder ein zur

     „Meraner Sommer-Akademie


      im Ultental”


     vom 17.-24. Juli 2010.




Eine Woche im idyllischen Südtiroler Bergdorf
St. Nikolaus im Ultental

„Philosophie – Urlaub – Literatur”



Und wieder „tagen” wir in der hundertjährigen Villa jenes Ultner Arztes, der u.a. mit Kafka, den Brüdern Mann, mit Morgenstern, Rilke, Freud, Steiner, Kneipp und vielen anderen befreundet war und von ihnen hier, im Ultental, besucht wurde.
Eine Bilderfolge von den letzten Veranstaltungen finden Sie hier.

Das Thema im kommenden Sommer (2010) wird sein:

   

„Joseph und seine Brüder” (Teil 1 + 2)


   

„Die Geschichten Jaakobs” und „Der junge Joseph”



Ich kenne einen Herrn - klug, gebildet, in allen Alltagsbelangen bewandert und im Berufsleben erfolgreich - der erzählte mir, wie er vor etlichen Jahrzehnten jenes Mädchen kennenlernte, das bald darauf seine Frau wurde und es noch immer ist. Damals habe er seine junge Geliebte gebeten, Thomas Manns „Joseph und seine Brüder” zu lesen und ihm nach der Lektüre offen heraus zu sagen, ob ihr das (opulente) Werk zugesagt habe, ob es sie amüsiert und unterhalten habe. Als sie dies, nachdem sie alle vier Teile mit größtem Vergnügen goutiert hatte, bestätigte - habe er sie gefragt, ob sie seine Frau werden wolle ...
Jener Herr hatte richtig geschlossen: Wer diesen Roman in seinem Wert zu schätzen weiß, wer einen Sinn für die köstliche Heiterkeit des Buches besitzt, wer Sensorien für die religiösen Feinheiten zu entwickeln vermochte, die hier im menschenfreundlichsten Ton liebevoller, schonend-distanzierter Ironie inszeniert werden, wer zumal das fällige, wahrhaft himmlische Vergnügen daran findet, diese Folge skandalöser Geschichten, die uns die alte Bibel als die Familiensaga von Abraham, Isaak, Jakob und schließlich Joseph auftischt, der hebräischen Selbstgerechtigkeit entwunden und ins milde, nachsichtigere, mit allem Menschlich-Allzumenschlichen ausgesöhnte Licht eines späten, humanen Christentums gerückt zu sehen, was diese Geschichten überhaupt erst wieder lesbar macht, ohne berechtigte Empörung auszulösen ... - wer dies vermag, hatte jener Herr und Freund geschlossen, der sei gewiß auch sonst ein verträglicher, gelassener, im besten Sinne aufgeklärter, toleranter Mensch, mit dem sein Leben zu verbringen verheißungsvoll erscheint.
Ich meinerseits bekenne gern, daß ich im vollen, unnachsichtigen Ernst zur Auskunft gezwungen, welcher denn nun der bedeutendste, „größte”, gescheiteste, womöglich nötigste Roman sei, berufen dazu, uns über uns und unsere Herkunft aufzuklären, ohne zu zögern antworten würde: „Joseph und seine Brüder”.
Ich will hier nur die rührende Geschichte wiedergeben, die Thomas Mann, kurz vor Abschluß der Tetralogie, in einer Rede, gehalten 1942 in Washington, selbst berichtete: Seine Bemühung, das Ferne und Vage des biblischen Kurzberichts in allen Einzelheiten auszuführen, „so daß man es mit Augen zu sehen und mit Händen zu greifen glaubt und endlich, nachdem man so lange ungefähre Vorstellungen davon gehegt, das Endgültig-Richtige darüber zu erfahren meint”, sei ihm jedenfalls von seiner Münchener Abschreiberin mit einem Kompliment bestätigt worden, das ihn sehr erheitert habe: Als ihm jene Frau das Maschinen-Manuskript des Romans ablieferte, habe sie sich mit dem herzlichsten Nachdruck und den Worten bei dem Autor bedankt: „Nun weiß man doch, wie sich das alles in Wirklichkeit zugetragen hat!”
Und wirklich: Wer einmal diese „Amplifikation” der alten Genesis-Geschichten gelesen und dieses Ausfabulieren und „Ankristallisieren” genossen hat, wird sich der Urväter-Legenden fortan nurmehr in jener humanistisch ausgeleuchteten und humoristisch-psychologisch aufgehellten Gestalt erinnern, die ihnen Mann mit seiner künstlerisch genialen Eigenmächtigkeit verliehen hat.
Im Sommer 2011 folgt Teil 3 + 4 des Romans!

Wie in den vorausgegangenen Jahren (siehe dazu die Bilder auf dieser Seite ganz unten!) verbinden wir das Seminar mit Urlaub in diesem einmalig schönen, stillen, abgelegenen Tal in Südtirol, unweit Meran.

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Wo wir in dieser Woche zu Gast sind:

 Hotel Ortler***S, ein anerkanntes Wanderhotel, ist komfortabel ausgestattet mit Zimmern unterschiedlicher Preisklasse, eigenem (sehr schönen) Hallenbad mit Saunabereich, Kneipp-Bad und Beautyfarm.
 Die homepage des „Hotel Ortler”.

 Zu den Preisen (Halbpension) im Hotel Ortler

 Die preiswertere Variante für die, die als Selbstversorgen in der Villa wohnen


Der Seminar-Beitrag
für die gesamte Woche (Seminar + Ausflüge) 240 € (Stud. 150 €) und wird vor Ort zu begleichen beziehungsweise vorher an die GPP* zu überweisen sein.
Nach dem Seminar wird für die Pausenverpflegung in der Seminar-Woche (Getränke, Obst, kleinere Snacks) 30 € pro Teilnehmer eingesammelt.

* Die Kontodaten entnehmen Sie bitte dem Anmeldeformular

Anmerkung: Die Zimmer im Hotel Waltershof, in dem bereits einige unserer Teilnehmer angemeldet sind, sind in diesem Jahr bereits alle vergeben, so daß dort keine weiteren Anmeldungen mehr entgegengenommen werden.
Wir bitten um Verständnis.


 Zur Ultentaler „Villa Hartungen”, in der wir tagen

Anmeldung:



Das Anmeldeformular für die Sommerakademie 2010 finden Sie hier.

Und damit Sie sich eine Vorstellung vom Ort des Geschehens machen können, hier einige Bilder von der Veranstaltung aus den vergangenen Jahren.

Zuvor ein Bild vom Ort des Geschehens, also von der "Villa Hartungen", die vor recht genau 100 Jahren, 1906, bezugsfertig wurde. Auf dem ersten Bild, das folgt, sehen Sie das Haus links unten im Bild am Sonnenhang liegen.

Wußten Sie übrigens, daß Thomas Mann seinen Roman "Buddenbrooks" im Ultental beendet hat, im Sanatorium Mitterbad, das jener Christoph Hartung von Hartungen betrieb, in dessen Villa im Ultental wir unser Seminar veranstalten? Wenn nicht, lesen Sie hier nach!
  

Hier sieht man links unten im Bild die Villa Hartungen
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Hier sieht man links unten im Bild die Villa Hartungen

Bilder vom "Zauberberg"-Seminar im Ultental 2005



Zuerst ein Blick auf Sankt Nikolaus, jenen Ort im Ultental, wo sich "unser" Hotel "Waltershof" befindet und vor dessen Toren am Hang die Villa Hartungen liegt.

Frühstück auf der Hotelterrasse
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Frühstück auf der Hotelterrasse

Ultental mit Sankt Nikolaus in der Ferne
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Ultental mit Sankt Nikolaus in der Ferne

Wanderung im Ultental
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Wanderung im Ultental

Seminarsitzung auf der Terrasse der Villa Hartungen
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Seminarsitzung auf der Terrasse der Villa Hartungen

Die Teilnehmer am Zauberberg-Seminar vor der Villa Hartungen
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Die Teilnehmer am Zauberberg-Seminar vor der Villa Hartungen

Auf dem Weg mittags zur Jausenstation
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Auf dem Weg mittags zur Jausenstation

Sankt Nikolaus im Ultental
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Sankt Nikolaus im Ultental
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