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Gerd B. Achenbach zu Alexis de Tocqueville: "Der alte Staat und die Revolution"

Freitag-Vortrag am 27. Jan. 2006 über das späte Meisterwerk des Tocqueville. CD Nr. 147
Track 1:
An Mozarts 250. Geburtstag: Ähnliche Stellung Tocquevilles unter den politischen Denkern wie die Mozarts unter den Komponisten und Goethes unter den Dichtern. Tocqueville als „Vollender”. Voraussetzungen seines späten Werks „Der alte Staat u. d. Revolution”.
Track 2:
Zur Unterscheidung von „Geschichte der Revolution” und einer „Studie über die Revolution”. Diese ist der Versuch, die Revolution „zu verstehen”. Man versteht sie nicht, ohne den alten Staat zu verstehen. Haben Revolutionen „utopischen” Charakter? Zweifel daran. Benjamins Bild: Sie sind der Griff der Menschheit zur „Notbremse”.
Track 3:
Antizipation der späteren „Mentalitäts-Geschichte”. Kontinuitäten zwischen vor- und post-revolutionären Verhältnissen.
Track 4:
Die Revolution ist nicht das singuläre Ereignis, sondern Ergebnis der Arbeit „von zehn Menschenaltern”.
Track 5:
Wie es kam, daß der Despotismus als Verheißung ersehnt wurde. Zusammenhang von Individualismus und Despotismus. Er stiftet den Zusammenhalt für haltlose Subjekte. Die Totalitarismen des 20. Jahrhunderts waren die Antwort auf das Elend des Individualismus. Inwiefern der moderne Despotismus die ökonomische Logik beförderte. Die Stunde des entpolitisierten Wirtschaftsbürgers.
Track 6:
Abweichender Freiheitsbegriff: Eine freie Gesellschaft als die, in der die Menschen „zuhause” wären. Freiheit als Überwindung der hedonistischen Vereinzelung. Inwiefern die Gleichheit den Despotismus befördert.
Track 7:
Tocqueville als Stilist.
Track 8:
Was hat die Revolution vernichtet? Was hat sie geschaffen? Sie hat keineswegs die politische Macht geschwächt, sondern schwache Regimes durch mächtigere ersetzt.
Track 9:
Selbst die Kirche ging gestärkt aus der Revolution hervor. Die Französische Revolu- tion war zwar politisch, der Art nach aber „religiös”. Tocqueville begreift sie als „neue Religion ohne Gott”.
Track 10:
Seine Kernthese: Die Revolution hat nicht die Freiheit gefördert, wohl aber die Gleichheit durchgesetzt.
Track 11:
Warum die Revolution ausgerechnet in Frankreich ausbrach. Bereits Ludwig XIV. hatte den modernen Zentral-Staat und eine mächtige Verwaltung geschaffen sowie den Adel geschwächt. Inzwischen liberal war der (alte) Staat lax und nachsichtig. Was ihn charakterisierte: „strenge Regel, milde Praxis”. Das Beispiel: Voltaires Triumphe.
Die Gemeinsamkeit der französischen Aufklärer: Sie verachteten die Tradition und setzten auf die autonome Vernunft.
Track 12:
Das Schicksal der Religion in der Revolution und die Voraussetzungen des revolutionären Terrors. Die anti-revolutionäre Statik der Kirche beruhte auf der Hochschätzung der Tradition und der Geltung von Hierarchien.
Track 13:
Die Hauptthese: Revolutionen sind Liberalisierungsfolgen.
Track 14:
Wie es zum Schreckensregime der Revolution kommen konnte. Verhängnisvolle Arbeitsteilung zwischen den Intellektuellen und den Massen.
Track 15:
Tocqueville als der Verfasser kryptischer Einsichten: „Man vergaß, daß es kein besseres Mittel gibt, die Menschen die individuellen Rechte der Lebenden verletzen zu lehren, als wenn man auf den Willen der Toten keine Rücksicht nimmt.” - Das Maß der Humanität einer Gesellschaft ist ihre Bereitschaft, den Ohnmächtigen zum Recht zu verhelfen.
 
 




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