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Gerd B. Achenbach: "Die heimliche Ankunft (oder Wiederkehr) des Pythagoras"

Freitag-Vortrag am 7. Mai 2010 CD Nr. 286
(inkl. Schriftfassung)
"Am Ursprung der griechischen - und damit der europäischen - Philosophie
stehen keine Universitäten, Kongresse und Seminare,
sondern Tempelweistümer, Theophanien
und mystische Bruderschaften."
(Gerd-Klaus Kaltenbrunner, Pythagoras. Himmelsmusik
und Harmonie der Seelen. Idee und Wirkung eines Ordens)

Soviel gleich vorweg: Der berühmte "Satz des Pythagoras" stammt nicht von Pythagoras. Diese Gleichung war schon seit Jahrhunderten den Babyloniern bekannt.

Was an diesem frühen Denker aus dem 6. Jh. v. Chr., dem Stifter eines philosophisch-religiösen Mysterienkultes und Begründer einer ethisch-stolzen Lebenspraxis aber erstaunlich ist, ist seine nie ganz erloschene Wirksamkeit, die sich keineswegs auf Argumente oder Beweise zu stützen vermochte, sondern rein als spekulative "Lehre" behauptete.

Und noch erstaunlicher: Vieles aus dieser spekulativ-"esoterischen" Lehre und Lebenspraktik gehört inzwischen zur Grundausstattung im verbreiteten, regenbogenfarbenen Sondermilieu der Glaubenswilligen - so die von Pythagoras gelehrte "iedergeburtslehre ("Seelenwanderung").
Könnte die Legende, wonach er den Schild des Euphorbos, der im Hera-Tempel zu Argos aufbewahrt wurde, als den seinigen wiedererkannt habe, nicht aus unseren Tagen kolportiert sein?

Und trägt es ihm, dem die Einführung des Begriffs "Kosmos" und des Titels "Philosoph" (also eines Weisheit Liebenden im Gegensatz zum "Sophos" als dem Weisheitsbesitzer) nachgesagt wird, nicht Sympathie ein, wenn wir von Zeugen hören, er sei der erste gewesen, der in seiner Schule im Süditalienischen Kroton Frauen unterrichtete?

Die Gegenwärtigkeit zumal der pythagoreischen Medizin (in der Homöopathie beispielsweise) ist mehr als nur verblüffend - sie ist eine Herausforderung an das philosophische Verständnis. Der Versuch eines solchen Verständnisses aber ist nötig, um den esoterischen Pythagoras nicht den oft abstrusen Esoterikern zu überlassen.

Darum auch habe ich u. a. den großartigen Vortrag des ganz und gar nüchternen Jacob Burckhardt über Pythagoras herangezogen und Ernst Blochs Tübinger Vorlesung über ihn.

Literatur: Kaltenbrunners Essay in "Scheidewege", Jg. 17, 119-135.
Burckhardt Vortrag "Pythagoras" in "Vorträge 1844-1887".
Blochs Vorlesung über Pythagoras in "Antike Philosophie. Leipziger Vorlesungen zur Geschichte der Philosophie, Bd. 1.
 
 




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